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September – November Rügen · Poseritz

Kranichzeit am Bodden

Von September bis in den November rasten Zehntausende Kraniche in der Boddenlandschaft vor der Haustür. Morgens ziehen sie auf die Felder, abends zurück ans Wasser — und man hört sie, bevor man sie sieht.

Min. zum Bodden
10 Min. zum Bodden
Monate Rastzeit
3 Monate Rastzeit
Flüge täglich
2 Flüge täglich
€ Eintritt
0 € Eintritt
Kranichzeit am Bodden — Landhaus einer Malerin
September – November

Ein Naturschauspiel
ohne Eintrittskarte.

Die flachen Boddengewässer im Süden Rügens gehören zu den bedeutendsten Rastplätzen des Kranichs in Europa. Zwischen Ende August und Anfang November sammeln sich hier Zehntausende Vögel, bevor sie weiter nach Süden ziehen. Die besten Zeiten sind die Stunde nach Sonnenaufgang und die Stunde vor Sonnenuntergang.

Vom Landhaus aus sind die ruhigen Beobachtungspunkte an der Boddenküste in etwa zehn Minuten erreicht — ohne Busgruppen, ohne Parkplatzsuche. Wer früh los will, findet morgens um sechs eine Thermoskanne in der Küche und abends einen warmen Ofen zurück.

Darum hier

Was diesen Ort besonders macht.

Direkt am Rastgebiet

Die Boddenküste liegt zehn Autominuten entfernt — kurze Wege zur blauen Stunde.

Morgens und abends

Die Flüge finden im ersten und letzten Licht statt. Wer nah wohnt, verpasst sie nicht.

Warm zurückkommen

Kaminofen, Sauna und Jacuzzi nach Stunden im Kalten — genau dafür sind sie da.

Ruhig gelegen

Kein Durchgangsverkehr, kein Ortslärm. Auch nachts hört man vor allem die Vögel.

Ausführlich

Warum der Kranichzug
hier stattfindet.

01

Flaches Wasser als Schlafplatz

Kraniche übernachten stehend im Wasser — flach genug zum Stehen, tief genug, dass sich kein Fuchs nähern kann, ohne dass sie es hören. Genau das bieten die Bodden: weite, wenige Zentimeter tiefe Flachwasserzonen mit Schilfgürtel dahinter.

Tagsüber suchen die Vögel auf abgeernteten Mais- und Getreidefeldern nach Nahrung. Diese Kombination aus sicherem Schlafgewässer und Feldern in Reichweite macht die vorpommersche Boddenküste zu einem der wichtigsten Rastgebiete Europas.

02

Zweimal am Tag

Das eigentliche Schauspiel sind die Flüge zwischen Schlafplatz und Feld. Morgens, kurz nach Sonnenaufgang, ziehen die Trupps hinaus. Abends, im letzten Licht, kommen sie zurück — oft in langen Ketten, oft über eine Stunde hinweg.

Man hört sie fast immer zuerst. Das Trompeten trägt weit über flaches Land, und wer einmal darauf achtet, erkennt es danach überall wieder.

03

Wann sich die Fahrt lohnt

Die Hauptrastzeit liegt im Herbst zwischen Mitte September und Ende Oktober, mit Ausläufern bis in den November. Im Frühjahr, etwa im März, ziehen die Vögel zurück nach Norden — dann sind es weniger Tiere, dafür ist die Insel noch leerer.

Windstille, klare Abende sind am ergiebigsten. Bei Sturm bleiben die Trupps tiefer und ziehen unregelmäßiger.

04

Abstand halten

Kraniche sind störungsempfindlich. Wer zu nah herangeht, verursacht, dass ein ganzer Trupp auffliegt — das kostet die Tiere Energie, die sie für den Zug brauchen.

Deshalb: auf den Wegen bleiben, Rastflächen nicht betreten, Fernglas statt Annäherung, Hunde an die Leine. Aus der Distanz sieht man ohnehin mehr, weil die Vögel dann ruhig weitermachen.

Der Vogel

Woran ihr sie erkennt.

Grauer Körper, roter Scheitel, im Flug der lang gestreckte Hals — und ein Ruf, den man nicht mehr vergisst. Die folgenden Aufnahmen entstanden an anderen deutschen Rastplätzen und zeigen, worauf ihr achten könnt.

Ein Trupp Kraniche fliegt von einem abgeernteten Feld auf
Auffliegender Trupp über einem abgeernteten Feld — so beginnt der Morgenflug.
Kraniche fliegen mit gestrecktem Hals vor einem herbstlichen Waldrand vorbei
Vorbeiflug in Augenhöhe vor herbstlichem Waldrand — der gestreckte Hals ist das sicherste Erkennungsmerkmal.
Schilfgürtel am Ufer eines Boddengewässers
Schilfgürtel am Bodden — dahinter liegen die flachen Schlafgewässer.
Ausrüstung

Was ihr dafür braucht

Kein Spezialwissen nötig. Diese Dinge machen den Unterschied zwischen „ganz nett" und unvergesslich.

Ein Fernglas

Das mit Abstand wichtigste Stück. 8×42 oder 10×42 reicht völlig; auch ein einfaches Glas verändert alles.

Früh aufstehen

Der Morgenflug beginnt kurz nach Sonnenaufgang. Im Oktober heißt das gegen halb acht — machbar.

Gedeckte Kleidung

Keine Signalfarben, keine raschelnden Jacken. Ruhig stehen bleiben bringt mehr als weiterlaufen.

Thermoskanne

Am Wasser ist es im Oktober früh empfindlich kalt. Der Ofen zu Hause wartet ja.

Stirnlampe

Für den Rückweg nach dem Abendflug. Rotlicht stört die Tiere weniger als weißes.

Geduld

Manchmal passiert zwanzig Minuten nichts. Und dann kommen sie alle auf einmal.

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Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Der Höhepunkt liegt meist zwischen Mitte September und Mitte Oktober. Einzelne Trupps sind schon Ende August und noch Anfang November da.

An den ruhigen Uferabschnitten der Boddenküste im Süden der Insel, jeweils zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Wir sagen euch vor Ort, wo gerade am meisten los ist.

Es lohnt sich sehr. Die Abendflüge sieht man auch ohne, für die Rastplätze am Wasser ist ein Fernglas oder Spektiv aber deutlich besser.

An den Wegen ja, an der Leine. Die Rastflächen selbst sollten nicht betreten werden — die Vögel brauchen die Ruhe.

Ja, im März und Anfang April auf dem Rückweg nach Norden. Dann sind es weniger Tiere, dafür ist es noch ruhiger auf der Insel.

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Kranichzeit am Bodden
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Bildnachweis

Alle Aufnahmen der Häuser und des Gartens stammen vom Landhaus einer Malerin. Die folgenden Motive sind frei lizenzierte Aufnahmen Dritter. Sie dienen der Veranschaulichung und wurden nicht auf unserem Grundstück aufgenommen — der jeweilige Aufnahmeort ist angegeben, sofern bekannt.

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